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Hippetsweiler

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Einwohnerzahl: 182 Einwohner
Gemarkungsfläche: 348,73 ha.

Chronik:

Hippetsweiler war eine Ausbausiedlung des 8. und 9. Jahrhunderts. Die Vogtei war ursprünglich Bestandteil des Pfullendorfer Grafenbesitzes und gehörte zu den Hausgütern, die Graf Rudolf von Pfullendorf zwischen 1168 und 1176 durch Erbschaftsvertrag auf Kaiser Friedrich I. übertrug. Philipp von Schwaben veräußerte sie an die Herrn von Fronhofen, und zwar zwischen 1198 und1208. Friedrich II. überließ sie den Grafen von Heiligenberg. Angeblich übereigneten die Grafen von Rohrdorf den Ort an Kloster Einsiedeln, das die Vogtei mit Gerichten vor 1367 an die Grafen von Nellenburg und seit 1367 an die Pfullendorfer Familie Gremlich verlieh. Von 1353 bis 1534 erwarb Kloster Wald Grundbesitz als einsiedelnsche Lehen. Durch die Belehnung mit Vogtei und Gericht wurde Wald 1453 Niedergerichtsherr und mit dem Kauf des Eigentums am Kelhof samt Vogtei und Eigenleuten im Jahr 1494 von der Stadt Ravensburg auch Leibherr. Mit dem Untergang der Klosterherrschaft im Jahr 1806 ging Hippetsweiler an den Fürst Hohenzollern-Sigmaringen über. Heute ist Hippetsweiler eine reine Wohnsiedlung mit noch drei landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben.


Wappen:

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In gespaltenem Schild vorne in Schwarz ein doppelreihig rot-silbern geschachter Schrägbalken, hinten in Gold zwei fliegende schwarze Raben übereinander. Hippetsweiler kam 1453 in den Besitz des Klosters Wald. Darauf deutet der Zisterzienserbalken. Lehensherr war bis 1470 das Kloster Einsiedeln, das zwei schwarze Raben im Wappen führt. Sie sind Attribute des hl.Meinrad, der an der Stelle des späteren Klosters Einsiedeln ein Einsiedlerleben geführt hat. Nach der Legende haben zwei bisher von Meinrad gefütterte Raben die Mörder des Heiligen verfolgt und sie verraten. Hippetsweiler blieb bis 1806 beim Kloster Wald, das 1494 auch die Lehensherrlichkeit erworben hatte. Durch den Rheinbundvertrag von 1806 ging der Ort an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen über.