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Kappel

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Einwohnerzahl: 111 Einwohner
Gemarkungsfläche: 334,66 ha

Chronik:

Den Ort Kappel soll es schon 1163 gegeben haben. Die damalige Schreibweise lautete „Cappella", welche um 1275 auf „Capelle" und später auf Kappel umbenannt wurde. Ein Heinrich von Capella wird 1263 genannt. Im Jahre 1290 ist von Konrad und Werlinus, Herren von Zimmern, die Rede. Dieselben übergeben mit Consens (Einwilligung) des Herrn Abt in Reichenau ihr gut zu Rain, vulgo (das allgemein genannt wird) den oberen Hof (am Stockweg bei heutigem Feldkreuz) zu Kappel als Lehen an die Klosterfrauen zu Wald.  Etwas später werden die Herren von Korb im Zusammenhang mit Kappel erwähnt. Ein Noedwin von Korb verkaufte 1353 den Kirchensatz und Großzehnten dem Kloster Wald.

Die Gegend um Kappel war früher sehr waldreich. So war bis an die heutige Straße Wald - Walbertsweiler ein großer Waldbestand. Durch Rodungen wurde die Fläche urbar gemacht und dient heute der Landwirtschaft. Das Gewann heißt aber heute noch „Stockfeld". Auch führte damals ein Fußweg, genannt „Totenweg" durch den Walddistrikt „Randen" von sechs Fuß breit von Kappel zum Friedhof nach Walbertsweiler.  Am nördlichen Ausgang von Kappel befand sich einst ein Fischweiher. Der  noch gut zu erkennende Damm dient heute als Fahrweg zum Gebäude Vergut. Aus einer Mergelgrube im Gewann „Fuchshöhle" wurde früher Quarzsand für die Glasfabrik im benachbarten Glashütte abgebaut.

Im Jahr 1687 bestand Kappel aus vier Häusern. Elf Häuser und 64 Einwohner waren im Jahre 1770 zu verzeichnen. Dagegen hatte Kappel im Jahr 1819 bereits 14 Häuser und 99 Einwohner. Davon waren zwei Bauern und 12 Kleinhäusler oder Tagelöhner.

Die jetzige Kirche in Kappel wurde 1716 gebaut und ist dem Hl. Martin geweiht. Die Kirche war früher eine Pfarrkirche. Göggingen war eine Filiale von Kappel. Am 28. Januar 1387 wurde durch Bischof Nikolaus zu Konstanz Kappel zur Filiale gemacht und der Pfarrei Walbertsweiler zugeteilt.

Wappen

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In Grün auf einem erniedrigten doppelreihig rot-silbern geschachten Balken eine goldene Kapelle. Die Kapelle macht das Wappen "redend". Der rot-silbern geschachte "Zisterzienserbalken" erinnert an das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Wald, das ab 1355 Besitz in Kappel erwarb und zu dessen Herrschaft der Ort bis zum Jahre 1806 gehörte. In diesem Jahre ging Kappel an Hohenzollern-Sigmaringen über.