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Ruhestetten

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Einwohnerzahl: 177 Einwohner
Gemarkungsfläche: 643,29 ha

Chronik:

Die ältere Namensform von Ruhestetten war „Rusehried“. Erste Nennung am 31.10.1274 bei einem Güterverkauf an das Kloster Wald durch die Herren von Laubeck. Zwischen 1326 und 1394 zerfiel der Ort in Ober- und Unterruhestetten. In der Mitte des 14. Jahrhunderts erhält Kloster Wald den ganzen Ort. 1474 befanden sich Niedergericht und Dorfherrschaft im Besitz des Klosters. Ruhestetten bildete seit der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts mit Riedetsweiler und Rothenlachen einen als Gemeinde bezeichneten Gericht- und Verwaltungsbezirk. 1529 war das Flurstück „Egelsee“ gemeinsame Weide dieser drei Orte. Um 1600 erlangte Wald die Lokalleibherrschaft. Im 30jährigen Krieg wurde Ruhestetten zerstört und galt bis zum Wiederaufbau als halbe Gemeinde. Im Zuge der Säkularisation unter Napoleon kommt der Ort mit der Klosterherrschaft an das Haus Hohenzollern-Sigmaringen. Im Jahr 1936 wurde im Moor „Egelsee“ ein Moordorf der der Jungsteinzeit angehörenden Stichkeramiker (Rössner Kultur) teilweise freigelegt. Das Moordorf dürfte etwa 3000 v. Chr. entstanden sein. Es wurde ein kleiner Ausschnitt aus dem Dorf (6 Hütten von etwa 5 m Länge und 3,5 m Breite) frei gegraben. Aus dem Fehlen von Umbauten wird man auf ein nur kurzes Bestehen der Siedlung schließen dürfen. An Hausrat wurden nur Scherben aus gebranntem Ton gefunden
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Wappen

ruhestetten.gif In gespaltenem Schild vorne in Schwarz ein doppelreihig rot-silbern geschachter Schrägbalken, hinten in Silber ein grünes Blatt mit zwei sparrenförmig gestellten Stielen, zwischen denen das Feld rot ist. Durch den Zisterzienserbalken wird die frühere Zugehörigkeit des Ortes zum Kloster Wald angedeutet. Die hintere Schildhälfte enthält das Wappen der Herren von Laubeck, bei deren Güterkauf an das Kloster Wald im Jahre 1277 der Ort zum ersten Mal genannt wird. Das Kloster erwarb im 14. Jahrhundert den ganzen Ort und behielt ihn bis zur Säkularisation.